Maitland-Konzept

Das Maitland-Konzept ist ein Konzept der Manuellen Therapie zur Befundaufnahme und Behandlung von Funktionsstörungen im Gelenk-, Muskel-, und Nervensystem. Geoffrey D. Maitland (1924 – 2010) war ein australischer Physiotherapeut und Mitbegründer der International Federation of Orthopaedic Manipulative Physical Therapists (IFOMPT). Er wurde für seine Arbeit weltweit mit den höchsten Auszeichnungen geehrt.

Heute setzt sich die International Maitland Teachers Association (IMTA) für die Weiterentwicklung und Verbreitung des Konzeptes in Europa, Südafrika und Nordamerika ein. Der DVMT (Deutscher Verband für Manuelle Therapie (Maitland-Konzept) e.V.) vertritt in Deutschland die Physiotherapeuten/Manualtherapeuten, die nach dem Maitland-Konzept arbeiten.

Patienten zentriert

Das Maitland-Konzept zeichnet sich durch eine präzise Analyse Ihrer funktionellen Alltagsstörungen und der entsprechenden strukturellen Dysfunktionen aus. Auswahl, Durchführung und progressive Gestaltung der passiven Techniken und des aktiven Trainings orientieren sich an Ihrem aktuellen Befund.

Die Anwendungen der Techniken im Maitland-Konzept basieren auf dem Clinical Reasoning unter Einbezug der ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health).

Clinical Reasoning bedeutet wortwörtlich übersetzt „klinische Argumentation, Schlussfolgerung, Beweisführung“. Gemeint sind damit Denk-, Handlungs- und Entscheidungsprozesse, die Ihr Therapeut entweder alleine und/oder mit Ihnen gemeinsam, als auch im Kontakt mit Berufskollegen trifft.

Hypothesen prüfen

Im Maitland-Konzept bewegen wir uns als Therapeuten mit unseren Überlegungen auf zwei Ebenen.

Auf der klinischen Ebene analysieren wir laufend die klinischen Aspekte Ihres Syndroms, zum Beispiel Schmerz, eingeschränkte Beweglichkeit und/oder Kraftverlust, sowie die daraus resultierenden Einschränkungen für Ihr tägliches Leben.

Auf der theoretischen Ebene wird theoretisches Wissen klinisch genutzt, um Ihre Beschwerden, Befunde und Prognosen erklären und einschätzen zu können. Zudem werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in den Behandlungsplan integriert.

Regelmäßige Wiederbefunde Ihrer relevanten Bewegungsstörungen und Symptomzeichen im Verlauf der Therapie ermöglichen uns ein zielgerichtetes Behandlungsmanagement.

Das Maitland-Konzept fordert vom Therapeuten ein hohes Maß an Selbstkritik und Disziplin. Es entwickelt seine Stärke durch die genaue Anpassung der therapeutischen Maßnahmen und des Heimprogramms an Ihre aktuellen Bedürfnisse.

 

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